FAHRRAD TOUREN

Verbinden Sie einen Wochenendhaufenthalt, einen Urlaub oder gestalten Sie einen Ausflug nach Ihren Wünschen.

Nützliche Tipps

Route 1

Allstedt: Schloss, Dom Wigberti, Rathaus

Sangerhausen: Marktkirche St. Jakobi, Sankt Ulrici (eine im Kern romanische Pfeilerbasilika), Marienkirche, das Alte Schloss (nur noch Reste), das Neue Schloss, der mittelalterliche Stadtkern mit seinen Bürgerhäusern aus der Zeit der Renaissance, das 1903 gegründete Europa-Rosarium mit der größten Rosensammlung der Welt, Spengler-Museum mit dem vollständigen Skelett eines Alt-Mammuts

Essen und Trinken 1

Allstedt: Ankerklause, Schlosscafe, Ratskeller, "Das Totale Chaos"

Sangerhausen: "Zur Schwarzen Rose", "Zum Herrenkrug", Ratskeller, "George" Steak & Schnitzelhaus, Restaurant "Olympia", "Bergmannsstube" im Bergbaumuseum Röhrigschacht, Waldcafé & Restaurant "Am Kunstteich", Konditorei-Kaffeehaus Kolditz, Café "Pikkolo", Kaffeehaus "Siebenhüner"

Vorschlag 1 Pfalzen, Bergbau, Harzer Vorland und Rosen - Geringe Herausforderung

Beginnen Sie Ihren Ausflug am Schloss Allstedt. Genießen Sie den Ausblick hinüber zum Kyffhäusergebirge, hinunter zur Goldenen Aue. Röblingen liegt westlich und etwas weiter nördlich Sangerhausen. Lernen Sie etwas vom mittelalterlichen Flair kennen; hier in Allstedt lag eine der Keimzellen des frühen Protestantismus. Sicher haben Sie schon die Schlossanlage besichtigt, die fundierte und gut aufbereitete Müntzer-Ausstellung, die schwarze Küche und die Fürstenzimmer. Im Juli findet zu Füßen des Schlosses das jährliche Lindenfest statt. Der alte Wigberti Dom von 1200 hat die Zeiten überdauert. Am Kirchplatz finden Sie die St. Johannes Kirche, in der Thomas Müntzer seine Allstedter Anstellung fand, am Marktplatz das Rathaus. Folgen Sie der Hauptstrasse Richtung Sangerhausen. Über einen gut ausgebauten Radweg geht es nach Niederröblingen, welches bereits im Hersfelder Zehntverzeichnis von 881 verzeichnet ist. Zwischen Nieder- und Oberröblingen künden die kegelförmig aufragenden Abraumhalden vom langen Kupfer- und Schieferbergbau der Region. In Oberröblingen wenden Sie sich in Richtung Sangerhausen. Passen Sie etwas auf den Verkehr auf und die rasante Fahrweise der Mansfelder. Die Schrebergärten lassen Sie rechts und das Neubaugebiet einfach links liegen. Dann treten Sie in die Pedale und steuern über die Erfurter Straße (in Höhe des heutigen Einkaufszentrums lag früher die Mammut-Bierbrauerei) zur Alten Promenade in Richtung Markt. Hier finden Sie die spätmittelalterliche Marktkirche St. Jakobi und das Rathaus aus dem 16.Jahrhundert. Die Gründung der Ulrichkirche geht wahrscheinlich auf den Thüringer Landgraf Ludwig den Springer zurück, der 1100 dem Kloster Reinhardsbrunn die Kirche des Ortes, „der Sangerhusen genannt wird“ schenkte. Vom Alten Schloss sind nur noch Reste vorhanden, allerdings ist der mittelalterliche Stadtkern mit seinen Bürgerhäusern aus der Zeit der Renaissance eine Pause, einen Kaffee, ein Eis und sehenswert. In der Stadt am Südharz befindet sich seit 1903 das Europa-Rosarium mit der größten Rosensammlung der Welt. Es gehört zum Netzwerk Gartenträume Sachsen-Anhalt. Machen Sie einen Stop und geniessen Sie die lange Tradition Sangehäuser Rosenzucht. Im Spengler-Museum befindet sich das vollständige Skelett eines Alt-Mammuts. Ostwärts geht es nun in Richtung Beyernaumburg weiter. Von der alten Wehranlage ist heute der dreißig Meter hohe Turm der Vorburg erhalten. Folgen Sie südöstlich den Feldwegen, fahren südlich von Liedersdorf und Holdenstedt nach Osterhausen und lassen Sie das weite Tal einfach auf sich wirken.

In Osterhausen haben Sie die Wahl. Entweder wieder zurück über Wolferstedt (mit einer Veits-Kirche aus dem frühen 12.Jahrhundert) nach Allstedt oder noch einen Abstecher über das südlich gelegene Gatterstädt. Am dortigen Deutschen Haus wenden Sie sich wieder westwärts Richtung Allstedt. Die schmale Nebenstrasse bringt Sie direkt in den Allstedter Forst. Hier war zwischen 1952 und 1992 sowjetisches Sperrgebiet. Die Luftwaffe der Weststreitkräfte der Sowjetunion hatte hier einen Ihrer Flugplätze.

Route 2

Querfurt: Burg, Bauernmuseum, Rathaus und Markt, Stadtmauer (tlw. erhalten), Thalgarten, Historischer Friedhof

Langeneichstädt: Eichstädter Warte, Bockwindmühle, Steinkammergrab und Menhir mit Dolmengöttin (ca. 5500 Jahre alt)

"Trojaburg" von Steigra

Naturreservat Schmoner Hänge

Essen und Trinken 2

Querfurt: "Fürstenkeller", "Goldener Stern", "Zur Weintraube", "Thalsdorfer Kartoffel- und Schnitzelhaus"

Langeneichstädt: "Zur Warte", "Zur Einkehr"

Steigra: Gasthof "Zum Ritter Sankt Georg"

Vorschlag 2 Burgen, Labyrinthe, Himmelswege Teil 1 - Leichte Herausforderung

Starten Sie Ihren Rundkurs an der Burg Querfurt. Die mittelalterliche Anlage, imposant und wuchtig, wurde in den letzten Jahren umfassend restauriert. Inzwischen ist das gut erhaltene Gemäuer selbst in der Filmbranche bekannt und Kulisse für verschiedene Filme. Nehmen Sie den Weg durch das nördliche Neubaugebiet, vorbei an den Kirschplantagen in Richtung Nemsdorf-Göhrendorf. Das Doppeldorf, in der Region für seine Pfingstburschen bekannt, verlassen Sie auf dem südlichen Feldweg nach Langeneichstädt. Die Eichstädter Warte, in deren Nähe das Steinkammergrab mit der Dolmengöttin liegt, ist ein Teil der Himmelswege. Drei Kirchen und eine Bockwindmühle stehen im Ort. In der Heimatstube wird mit zahlreichen, unter anderen archäologischen, Ausstellungsstücken, die Geschichte des Ortes dokumentiert. Über die weitläufige Ebene der Querfurter Platte geht es nach Jütendorf, weiter nach Kalzendorf. Interessant sind die Hochbehälter. In Steigra ist die Labyrinthform der Trojaburg ein architektonisches Kleinod. Am Rande der Schmoner Hänge, einem kleinen Naturreservat mit seltenen Pflanzen, führt der Weg südlich der Querfurter Platte wieder nördlich in die alte Kreisstadt zurück.

Route 3

Querfurt: Burg, Bauernmuseum, Rathaus und Markt, Stadtmauer (tlw. erhalten), Thalgarten, Historischer Friedhof

Naturreservat Schmoner Hänge

Vitzenburg: Kirche (nur von außen), Schloss (seit dem Besitz durch eine Berliner Immobilienfirma geschlossen und sporadisch geöffnet), Weinberg und Blick ins Unstruttal, Inspektorhaus (ehemaliges Schulgelände - jetzt Ruine)

Zingst: Schloss und verfallene Gärtnerei, Vogelherd (historisches Naturreservat)

Wangen: Mittelberg im Forst, Fundort der Himmelsscheibe von Nebra

Die Dorfidyllen von Weißenschirmbach und Kleineichstädt

Essen und Trinken 3

Querfurt: "Fürstenkeller", "Goldener Stern", "Zur Weintraube", "Thalsdorfer Kartoffel- und Schnitzelhaus"

Vitzenburg: Gaststätte "Schweitzer Haus"

Leimbacher Gasthof

Vorschlag 3 Siedlungen, Waldluft, Himmelswege Teil 2 - Mittlere Herausforderung (Gesamtstrecke ca. 37km)

Bevor Sie von Querfurt aus starten, besichtigen Sie die Burganlage (wenn nicht schon geschehen). Parallel zur B250 führt ein Radweg Richtung Süden. Biegen Sie links nach Nebra ab und etwa 500 Meter später wieder links auf einen Feldweg hin zur Ostkante der Schmoner Hänge. Liederstädt ist ein kleines Dorf, dessen typische Bauerngehöfte prägend sind. Die Gaststätte mit eigener Lichtbühne gegenüber der in den frühen 1990er Jahren erbauten Feuerwehr ist inzwischen geschlossen; auch die kleine Brauerei. Die Kirchenglocke wird auf etwa 1200 datiert. Über einen schmalen, von Pflaumenbäumen flankierten Hohlweg, geht es bergauf nach Vitzenburg. Das kleine Dorf mit der langen Geschichte bietet vom Südhang einen beeindruckenden Blick auf den Unstrutbogen, der sich südlich durch enge Sandsteinbänke zwängt. Gegenüber, auf der anderen Flussseite, liegt Nebra. An der Gaststätte "Schweizerhaus" führt ein Weg hinab nach Zingst. Fahren Sie mit Vorsicht; der Weg ist steil und nicht komfortabel eingerichtet. Doch auch die Landschaft ist hier urwüchsig geblieben oder wieder auf dem Weg dorthin. Die Kultur früher Jahre scheint sich manchmal nur in den touristischen Namen widerzuspiegeln. Zingst, das als ehemaliges Vorwerk des Kloster Reinsdorf entstanden ist, ist schnell durchfahren. Geniessen Sie den Blick bergauf zurück zur Vitzenburg und hinüber zum Nebraer Bergsporn. "An der Altenburg" siedelten bereits vor etwa 14.000 Jahren Menschen, was durch den Fund von schmalen Frauenfiguren belegt wurde, die 1962 gefunden wurden. Hinter Zingst steht noch ein schmaler Pappelstreifen mitten im Feld und erinnert daran, dass hier früher Hopfen angebaut wurde. Vor dem Ortseingang Nebra liegt der Vogelherd. Der Legende nach wurde hier dem Sachsen Heinrich 919 die Königswürde angetragen. In der Nähe lag seine geliebte Königspfalz Memleben. Doch auch der bei Quedlinburg liegende Finkenherd schreibt sich das historische Ereignis zugute. Zwischen Nebra und Wangen führt ein gut ausgebauter Radweg parallel zur Unstrut zur Arche Nebra. Später zweigt der Weg im Wald über das Lange Gestell zum Mittelberg, dem höchsten Berg der Umgebung und dem Fundort der Himmelsscheibe.

Folgen Sie dem Langen Gestell noch weiter nach Nordenwesten und dann der Abzweigung Lodentrift. Im Tal, links hinter einer großen Fichtenschonung, führt ein schmaler, später steiler Hohlweg hinauf an den Rand des Forstes. Über den Feldweg, mit weitem Blick hinüber zu den Schmoner Hängen, gelangen Sie zum Abzweig nach Weißenschirmbach. Nördlich des Dorfes, dass einst mit seiner Vorzeige-LPG DDR-weit bekannt war, kommen Sie durch eine Talsenke nach Gölbitz und dann hinauf nach Kleineichstädt. Heute ist die Agrargenossenschaft des Ortes eines der modernen Vorzeigebetriebe Sachsen-Anhalts. Vorbei am alten Rittergut folgen Sie dem Feldweg nach Schmon. Der Ort wurde wie die meisten Siedlungen der Gegend bereits im 9.Jahrhundert im Hersfelder Zehntverzeichnis erwähnt. Nordwärts weiter lassen Sie den Leimbacher Gasthof an der Schmoner Chaussestrasse rechts liegen oder gönnen sich eine Rast. Zwischen Leimbach und Lodersleben überqueren Sie die stillgelegten Gleise der Nebenstrecke der Unstrutbahn. Von Lodersleben sind ausgiebige Spaziergänge zum Beispiel zur Ruine der Lautersburg möglich oder eine Rast im Landhotel Quernetal. Den langen Ausflug schließen Sie vom Westen kommend in Querfurt wieder ab.

Route 4

Tilleda: Rekonstruierte Pfalzanlage

Kelbra: Rathaus, Bergfried und Reste der Stadtmauer, Reste des Zisterzienser-Klosters, Kirche St.Martini

Burgruine Rothenburg und Bismarckturm

Kyffhäuserdenkmal und Reste der Reichsburg

Barbarossahöhle

Bad Frankenhausen: Oberkirche "Unserer Lieben Frauen am Berge" (schiefer Turm), Schloss Frankenhausen, Kurpark, Bauernkriegspanorama, Schausiedehaus, Botanischer Garten

Essen und Trinken 4

Tilleda: Speisegaststätte und Pension Zur Goldenen Gabel

Kelbra: Pension Weidemühle

Kyffhäusergaststätte

Bad Frankenhausen: "Alter Ackerbürgerhof", "Cafeteria an der Therme", Gaststätte "Zum Alten Pferdestall", Hotel & Restaurant Straube, Hotel "Residenz", Hotel "Thüringer Hof"

Vorschlag 4 Kaiserpfalz, Reichsburg, Bauernkrieg, Kyffhäuser - Große Herausforderung (Gesamtstrecke ca. 45km)

Sind Sie in ausgezeichneter Kondition sollte der Ausflug kein Problem sein; andererseits gehen Sie den Tag ruhig an. Tilleda liegt etwas verträumt am Fuße des Kyffhäusergebirges. Bekannt ist der Ort durch seine Pfalzanlage, die, in den letzten Jahrzehnten wissenschaftlich ausgegraben, erforscht und wieder aufgebaut, ein einzigartiges Schaubild frühmittelalterlichen Lebens ist. Die Orte sind hier vom roten Boden geprägt; Felder, Steine und Häuser von tiefroten Sedimenten durchsetzt. Die Stadt Kelbra hat eine lange und wechselvolle Geschichte hinter sich. Von hier geht es die serpentinenreiche Strasse nur noch bergauf. Die Ruine der Rothenburg, zu DDR-Zeiten Sperrgebiet aufgrund der nahen Erholungsgebäude für das MfS, liegt etwa in halber Höhe. Machen Sie eine Pause bevor Sie weiter zum Kyffhäuserdenkmal radeln. Das auf den historischen Überresten der alten Reichsburg errichtete Denkmal hebt sich weithin sichtbar über dem Gebirge empor. Vom Aussichtsturm können Sie bei guten Wetter bis Leipzig im Osten oder dem westlichen Brocken sehen. Auf dem Weg bergab nach Frankenhausen kommen Sie am Fernsehturm vorbei. Früher Gaststätte, nutzt heute die Telekom die Anlage. Auf dem nahen Gelände des Rathsfeldes wurden junge Frauen und Männer zu künftigen Waldarbeitern ausgebildet oder erhielten ihre praxisnahen Grundlagen als spätere Forstingenieure. Kurvenreich führt die Strasse hinab nach Bad Frankenhausen. Alternativ können Sie westwärts zur Barbarossahöhle abbiegen und später an Rottleben vorbei nach Bad Frankenhausen fahren. Die kleine Kurstadt, erste Besiedlungsspuren vor etwa 10.000 Jahren wurden in der Nähe nachgewiesen, ist durch die blutigen Ereignisse im Mai 1525 bekannt geworden. In der letzten großen Schlacht des Deutschen Bauernkrieges wurden unter der geistigen Führung Thomas Müntzers auf dem nördlich gelegenen Schlachtberg 6.000 Bauern niedergemetzelt. Das monumentale Panoramabild des DDR-Künstlers Werner Tübke erinnert heute an die Ereignisse jener Jahre. Bleiben Sie auf dem Rückweg nach Tilleda im Schatten des Gebirges.

Route 5

Seeburg: Schloss, Seebad, Weinbergslagen

Höhnstedt: Kirche St. Lucia und Ottilie

Eisleben: Marktplatz mit Lutherdenkmal und Andreaskirche, St.Petri-Paul-Kirche, Geburtshaus Martin Luther, Knappenbrunnen, sowjetischer Ehrenhain am Martin-Luther-Gymnasium (für Nostalgiker), Kloster Helfta

Essen und Trinken 5

Landgasthof Seeburg

Höhnstedt: "Zur Weintraube", "Am Kelterberg", "Billardstübchen"

Eisleben: Gaststätte "An der Krughütte", "Im Katharinenstift", "Lutherschänke", Rossschlachterei Lüttich, Gaststätte Waldschloss, Steakhouse Virginia

Vorschlag 5 Weinbau, Aprikosen, Reformation und ein Süßer See - Mittlere Herausforderung (Gesamtstrecke ca. 31km)

Der Süße See ist einer der großen Mansfelder Seen, deren nahezu geschlossene Wasserfläche in frühen Jahrhunderten bis nah an die Stadt Eisleben reichten. Durch den Bergbau verschwanden einige der Seen, wie der Salzige bei Röblingen. Der Süße See ist bekannter Naherholungsort und lädt zum Segeln und Schwimmen ein. Die klimatischen Bedingungen sind um den See besonders günstig und ideal für den Wein und Aprikosenanbau. Am östlichen Ende des Süßen Sees erhebt sich die alte Fluchtburg, die nach ihrem Verfall in den 1920er Jahren wieder aufgebaut wurde. Fahren Sie am Südufer des Sees westlich in Richtung Eisleben. Bei Aseleben, hier führt die Straße nach Röblingen durch den wieder gefluteten Salzigen See, flankieren weitläufige Obstplantagen die Straße. Das Kloster Helfta, heute Ortsteil der Stadt Eisleben, ist altes Kulturgut. Die Reste der Anlage, seit den 1990er Jahren restauriert, lassen die vergangene Bedeutung des Zisterzienserinnenklosters erahnen. Im Mittelalter wirkten hier bedeutende Theologinnen wie Mechthild von Magdeburg und Gertrud von Helfta. Die alte Bergarbeiterstadt Eisleben steht seit 500 Jahren für die Revolution des Evangeliums und ihren bekanntesten Sohn Martin Luther, der hier lebte und starb. Die omnipräsenten Abraumhalden zeugen ringsum von der langen Bergbautradition im Mansfelder Land. Über Unterrißdorf führt der Weg am Nordufer des Süßen Sees wieder zurück, vorbei an einzelnen Weinbergen und zahlreicher Schrebergärten. Zwischen Weinbergslagen führt ein schmaler Weg den Berg hinauf und lockt nach der sportlichen Herausforderung mit einem malerischen Blick über die Eislebener Niederung. Der Weinbergsort Höhnstedt ist im Weintourismus der Mansfelder Seen fest etabliert. Der Weg zurück nach Seeburg geht dank der Bergfahrt schnell und belohnt nach jeder Kurve mit erfrischenden Ansichten.

Route 6

Merseburg: Gotthardteich, Dom und Schloss, Schlossgarten mit Orangerie,  Kirche St. Maximi, Altes Rathaus, Schloss Schkopau

Bad Lauchstädt: Die Historischen Kuranlagen, Goethetheater (meist von außen, jedoch genussvoller mit Veranstaltung von innen), Das Neue Schillerhaus

Geiseltasee, Marina bei Mücheln

Essen und Trinken 6

Merseburg: Gasthof "Zu Kötzschen", Gaststätte "Zur Bauernstube", Kartoffelhaus, Gaststube "Zur Hölle", Merseburger Steakhouse, Ritters Weinstuben, Cafe am Kloster

Bad Lauchstädt: Landgasthof Schröder, Bistro "China Thai", "Lindenhof", Lauchstädter Gaststuben

Vorschlag 6 Kaiserpfalz, Dom und Hanse, Heilquellen und Industriekultur - Geringe Herausforderung (Gesamtsstrecke ca. 42km)

Die Spitzen des Merseburger Dom- und Schlossensemble recken sich steil neben der Saale in den mitteldeutschen Himmel. Wertvolle Handschriften wie die Merseburger Zaubersprüche, die Bronzegrabplatte des Rudolf von Schwaben, zahlreiche Grabdenkmäler, Erker und Portale im Spätrenaissance-Stil sind wenige Beispiele der langen Geschichte der Residenzstadt. Seit fast einhundert Jahren wird die Bischofs- und Handelsstadt von den umliegenden chemischen Großbetrieben und der inzwischen niedergegangenen Braunkohleindustrie geprägt. Nehmen Sie den Weg nordwärts ins heute eingemeindete Schkopau. Der kleine Ort stand viele Jahre für Plaste und Elaste und lag im Schatten der Bunawerke; von seinem historischen Schloss war nur wenig bekannt. Queren Sie die B91, die Merseburg mit Halle verbindet, nach Korbeta und fahren weiter nach Bad Lauchstädt. Heute ist das Lauchstädter Theater neben dem im Jahre 2010 insolventen Lauchstädter Heilbrunnen die größte Attraktion des kleinen Städtchens. Das kleine, 1802 unter Goethes Leitung errichtete Lauchstädter Sommertheater ist der einzige erhaltene Theaterbau, in dem der Dichter während der 26 Jahre seiner Tätigkeit als Theaterleiter mit dem Weimarer Ensemble gewirkt hat. Südlich, über Klobikau zu erreichen, liegt der Geiseltalsee. Das junge Braunkohlenerbe, seit 2011 einer der größten künstlichen Seen in Deutschland, wurde erst im Jahr 2012 für den Tourismus freigegeben. Seit einigen Jahren gehören die jungen Weinhänge am Nordufer zum Saale-Unstrut-Weinbauverbund. Am gegenüberliegenden Seeufer liegt das Bergbaustädtchen Mücheln, dessen Hoffnungen seit dem Niedergang der maroden Industrie in den 1990er Jahren auf seiner Historie und dem Tourismus liegt. Die über Jahrzehnte gesicherten Fossilienfunde bei Braunsbedra wurden 2010 in der spannenden Ausstellung "Elefantenreich" im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle ausgestellt. Über Frankleben und Beuna, entlang altem Chemieerbe und jungen Industriefirmen erreichen Sie wieder Merseburg. Immer wieder sind auf dem Weg die verlassenen Armeegelände der sowjetischen Weststreitkräfte, die dem mitteldeutschen Industriestandorten ein besonderes Augenmerk schenkten, auszumachen.

Route 7

Hermannseck: Quelle Kaltenborn und Tierpark

Wüstung der Lautersburg zwischen Lodersleben und Landgrafroda im Quernetal, Märzenbechertal im Frühjahr

Mittelberg und Aussichtsturm, Arche Nebra bei Wangen

Ziegelrodaer Forst: Wangescher Grund, Arbeitsdienststein, Burgtal, Prinzenhäuschen, Hügelgräberfelder

Essen und Trinken 7

Hermannseck: "Jägerhütte"

Lodersleben: Landhotel "Quernetal"

Ziegelroda: "Zur Guten Quelle"

Empfohlen auf dieser Tour: Selbstversorgung

Vorschlag 7 Wüstungen, Mischwald und frische Luft - Mittlere Herausforderung (Gesamtstrecke ca. 28km ohne Alternativstrecke)

Die Hermannsecke nordöstlich von Ziegelroda ist der ideale Ausgangsort für die Route im Ziegelrodaer Forst. Das Naherholungsgebiet mit seinem kleinen Tierpark, dem kühlen Waldbad und der nahen Bungalowsiedlung war viele Jahre beliebtes Ausflugsziel. In Richtung Lodersleben kommen Sie bald ins Quernetal. Der kleine Bach kommt von den verschwunden Resten der Lautersburg hinab. Auf alten Flurkarten sind die Obere und Untere Lautersburg noch verzeichnet. Doch seit der Umbenennung der alten Flächen Ende des 19.Jahrhunderts stehen die Nummern 110, 111 und 116 für die Untere Lautersburg auf den Forstkarten. Nun zugegeben – in der Gegend ist die ehemalige Herrenburg sicherlich bekannt. Und seien wir doch mal ehrlich. „Obere Lautersburg“ klingt doch auch besser als die trockenen Bezirksnummern 112 und 113. Viel aufregender für die heimlichen Romantiker unter uns und viel aussagefähiger für die Historiker. Für die Wander- und Naturfreunde hingegen, die im Frühjahr von Lodersleben ins Märzenbechertal strömen, wird die wüste Stätte der alten Benediktinerabtei nur einen kurzen Zwischenstop darstellen. Doch lohnt der Ausflug entlang der Querne in die schattigen Eichenbestände zu jeder Jahreszeit. Erst recht, wenn die Blätter sich einfärben und Wolkenfetzen am Himmel entlang jagen. Die Querne, ehemaliger Wasserversorger der Burg, windet und krümmt sich entlang Sandberg und Gehrenhängen auf der einen und den Hängen mit der Lautersburg auf der anderen Seite durch das Tal. Die Goldene Aue erstreckt sich vom Waldrand bis zum Kyffhäuserhorizont.  Die Straße nach Ziegelroda ist steil und kurvenreich. Der kleine Ort ist der Namensgeber des weitläufigen Forstes und Sitz des Forstamtes.

Bevor Sie zur Hermannsecke zurückkehren, haben Sie bei guter Verfassung die Möglichkeit, den südliche Teil des Forstes zu erfahren. Der Weg führt über das "Lange Gestell" zum Mittelberg, dem Fundort der "Himmelsscheibe von Nebra". Die "Arche Nebra" liegt postmodern über der Unstrut. Durch den "Wangenschen Grund" der von steilen, bewaldeten Hängen flankiert wird, kommen Sie am "Hirtentisch" vorbei, begegnen mit etwas Glück Rot- und Rehwild und biegen, kurz bevor Sie das "Lange Gestell" wieder erreichen, links über die "Kohlenstraße" in Richtung Ziegelroda ab.

Route 8

Naumburg: Dom St.Peter und Paul, Domschatz und Neo Rauch, Ägidien- und Bischofskurie, Rathaus mit Markt und Bürgerhäusern, Stadtkirche St.Wenzel, Taubenmarkt (jeden zweiten Samstag im Januar und Februar), Nietzschehaus, Stadtmauer, Marientor, Kirschfest im Juni, Oberlandesgericht

Klosterschule Schulpforta

Bad Kösen: Romanisches Haus, Saalebrücke, Borlachschacht, Kunstgestänge und Gradierwerk, Kur- und Tierpark

Rudelsburg und Burg Saaleck

Essen und Trinken 8

Naumburg: Restaurant Carolus Magnus, Restaurant Alt-Naumburg, Bocks Restaurant, Taverene "Zum Elften Gebot", Gasthaus "Zur Henne", Restaurant und Cafe Bürgergarten

Bad Kösen: Marco's Hofschänke, Parkschlößchen Saaletal, Gaststätte Saaleaue, Lindenhof, Loreley, Eiscafe am Wehr

Burgrestaurant Rudelsburg, Burgblick Saaleck, “Zum Fischerhaus” Schulpforta

Gaststätte "Himmelreich"

Vorschlag 8 Weinstrasse, Klosterschüler, Domstadttreiben - Mittlere Herausforderung (Gesamtstrecke ca. 26km)

Die lange Geschichte der ehemaligen Messestadt Naumburg steckt in ihren Gassen, Bürgerhäusern, erhaltenen Stadtmauern und Stadtoren, der Straßenbahn und nicht zuletzt dem Ensemble von Dom und Marktplatz. Seit einigen Jahren sind der Burgenlandkreis, die Stadt Naumburg und die Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz bemüht, den Naumburger Domes und die umgebende Kulturlandschaft in die UNESCO-Welterbeliste aufnehmen zu lassen. Parallel zur Saale führt der Weg nach Schulpforta, dem ehemaligen Zisterzienserkloster. Die nach der Säkularisierung im Jahre 1543 gegründete Landesschule steht heute noch in ihrer langen Tradition. Über Bad Kösen mit seinen Gradier- und Kuranlagen, dem kleinen Tierpark an der Saale und seiner Puppentradition, erreichen Sie die Saaleschleifen bei Saaleck. Die mittelalterliche Burganlage der Rudelsburg wurde 1348 durch die Naumburger Bürger sturmreif geschossen und zerstört. Hier oben dichtete Franz Kugler 1826 "An der Saale hellem Strande". 1848 trafen sich 500 Corpsstudenten und gründeten den (ältesten) studentischen Dachverband Deutschlands. Auf der gegenüberliegenden Flussseite geht es über das "Himmelreich", die Saalhäuser und den kleinen Weinort Rossbach mit seiner prächtigen Kirche zurück nach Naumburg.

Route 9

Bad Kösen: Romanisches Haus, Saalebrücke, Borlachschacht, Kunstgestänge und Gradierwerk, Kur- und Tierpark

Rudelsburg und Burg Saaleck

Bad Sulza: Gradierwerk Louise, Thüringer Weintor, Solebohrtürme Darnstedt, Goethes Gartenhaus 2, Historische Mühle Eberstedt, Saline- und Heimatmuseum, Salinetechnische Anlagen Bad Sulza, Toskana-Therme

Auerstedt: Schloss Auerstedt, Auerworldpalast

Eckartsberga: Eckartsburg, Windmühle, Sommerrodelbahn, Stadtkirche

Bad Bibra: Stiftskirche, Badehaus und Quelle, Gesundbrunnen-Pavillion

Essen und Trinken 9

Bad Kösen: Marco's Hofschänke, Parkschlößchen Saaletal, Gaststätte Saaleaue, Lindenhof, Loreley, Eiscafe am Wehr

Burgrestaurant Rudelsburg, Burgblick Saaleck, “Zum Fischerhaus” Schulpforta

Bad Sulza: Cafe und Bistro Maxim, Imbiss zur alten Dampflock, Gasthaus & Pension "Stadt Bad Sulza"

Eckartsberga: Burggaststätte

Bad Bibra: Hotel Restaurant Bibermühle, Waldhotel Bad Bibra

Vorschlag 9 Grenzfesten, Befreiungskämpfe, Bäderdreieck - Große Herausforderung (Gesamtstrecke ca. 50km)

Bad Kösen, Bad Sulza und Bad Bibra stehen als Bäderdreieck in historischer Tradition. Das Romanische Haus in Bad Kösen zählt zu den ältesten Profanbauten Mitteldeutschlands. Die noch heute erhaltenen Restanlagen der alten Soleförderung bestehend aus Wasserrad, Kunstgestänge, Solschacht und Gradierwerk stehen unter technischem Denkmalschutz. Vorbei am alten Zisterzienserkloster Schulpforta, den Ruinen von Rudelsburg und Saaleck biegen Sie in Großheringen nach Bad Sulza ab. Das 1994 erbaute Thüringer Weintor markiert den Beginn der "Weinstraße Saale Unstrut", die über Bad Kösen, Naumburg, Freyburg und Laucha bis nach Memleben führt. 1754 wurde das noch funktionstüchtige Gradierwerk "Louise" mit Zerstäuberhalle und Wandelgang errichtet. Heute wird hier Sole aus der Quelle "Johann Aricola" verwendet und für therapeutische Zwecke genutzt. Am Vorabend des 251. Geburtstages von Johann Wolfgang Goethe, wurde im August 2002 unterhalb der Toskana Therme im Ilmtal das Goethe Gartenhaus zwei als 1:1 Kopie des Originals, welches bekanntlich im Ilmpark zu Weimar steht, eröffnet. Auf dem Weg nach Eckartsberga kommen Sie an Auerstedt vorbei, welches 1806 mit den Kämpfen zwischen Preußen und den Truppen Napoleons in die Geschichte eingegangen ist. In Eckartsberga treffen Sie auf die mächtigen Burgruinen der Eckartsburg. Das kleine Bad Bibra liegt versteckt im Biberbachtal. Der staatlich anerkannte Erholungsort wurde bereits im Hersfelder Zehntverzeichnis des 9.Jahrhunderts als Lehnsort erwähnt. Im 17.Jahrhundert entwickelte sich der Ort zum Modebad des Herzogtums Sachsen-Weißenfels; im 19.Jahrhundert blühte der Badetourismus erneut auf.

Route 10

Großjena: Max-Klinger-Weinberghäuschen, Steinernes Bilderbuch, Blütengrund (Zusammenfluss von Unstrut und Saale)

Freyburg: Marienkirche und Marktplatz, Stadtmauer, Rotkäppchen-Sektkellerei, Winzergenossenschaft, Turnvater-Jahn-Sportstätten und Denkmal, Neuenburg, Schweigenberge, Zettenbacher Mühle

Laucha: Stadtkirche St.Marien, Rathaus, Stadtmauer, Glockenmuseum, Fliegerhorst und Blick ins Unstruttal (Abstecher in Richtung Gleina)

Burgscheidungen: Schloss und Barockgarten (ganzjährig schön)

Nebra: Schloss und Burgruine, Kirche St.Georg (Aussenansicht), Heimatmuseum, Geburtshaus Hedwig Courts-Mahler, Schwimmbad, Altenburg und Blick ins Unstruttal

Essen und Trinken 10

Naumburg: Restaurant Carolus Magnus, Restaurant Alt-Naumburg, Bocks Restaurant, Taverene "Zum Elften Gebot", Gasthaus "Zur Henne", Restaurant und Cafe Bürgergarten

Freyburg: Weinausschank Pawis, Weingut Deckert, „Alte Remise und Küchenmeisterey“ (Schloss Neuenburg), Brauhaus Burgmühle, Am Gerichtskeller, „Zur Weintraube“, Freyburger Wein- und Sektkeller, Restaurant Feiße (Mühle Zeddenbach)

Laucha:"Schifferklause", "Rippel's Eiscafe

Nebra:Gartenlokal, Preussischer Hof, Schlosshotel Himmelsscheibe

Vorschlag 10 Strasse der Romanik, Weinstrasse, Saale-Unstrut-Triasland - Geringe Herausforderung (Gesamtstrecke ca. 33km)

Von Naumburg aus bieten sich zwei Wege die Unstrut stromauf. Entweder vorbei am Weinbergsort Roßbach oder mit der Saalefähre im Blütengrund. Der Jugendstil-Künstler Max Klinger erhob die Gegend an Saale und Unstrut zur "Toskana des Nordens". In seinem Weinberghäuschen fand er Heimat und Kreativität. Von Freyburg, der ehrwürdigen Kleinstadt zu Füßen der Neuenburg, Zentrum des Weinbaus und der Turnbewegung geht es auf schmalen Straßen flussaufwärts nach Laucha. Die ehemalige Glockengießerstadt, trotz ihres Kleinstadtstatus' präsentiert heute stolz Rathaus- und Kirchenensemble. Kirchscheidungen, Tröbsdorf folgen flussaufwärts. Während die Unstrut einen weiten Bogen beschreibt, trohnt das Barockschloss Burgscheidungen hoch über der sanften Landschaft. Über Tröbsdorf und Wetzendorf, immer parallel zur Unstrut kommen Sie bald nach Nebra. Hier beginnt die 13. Deutsche Weinstraße. Hier wurde der Sandstein gebrochen, der den Ort bekannt machte. Brandenburger Tor, Berliner Reichstag und die Hamburger Börse wurden mit Nebraer Sandstein gebaut. Und in der Breiten Straße Nr. 19 wurde 1867 eine Frau geboren, die in der Provinz ausgiebige Quellen für ihr späteres Schaffen vorfand. Hedwig Courths-Mahler gehört mit ihren Kolportageromanen noch heute zu den meist gelesenen Autorinnen. Nach dem Fund der Himmelsscheibe ist die verschlafene Kleinstadt weltweit bekannt geworden.

Haben Sie noch Zeit und Kondition, so fahren Sie noch vorbei am Naturschutzgebiet "Steinsklöbe" hinüber zur alten Kaiserpfalz Memleben.